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Brauchtum und Sitten in Hahnbach
Hahnbach, so wie alle anderen Siebenbürgischsächsischen Dörfer gehörten seit der Reformation zu der evangelischen Kirche AB (Augsburg’schem Bekenntnis).

Das ganze Leben und Geschehen der sächsischen Bevölkerung richtete sich nach dem Kirchenjahr, mit seinen Feiertagen und Bräuchen sowie dem Feiern der Feste. Die meisten Feiertage waren Arbeitstage, so dass die Feste auf den Sonntag verlegt wurden.

Der Pfarrer diente der Gemeinde, doch war er die wichtigste Person im Dorf, der man Respekt und Ehrbietung zollte, genau wie auch dem Dorflehrer. Die Männer zogen den Hut oder andere Kopfbedeckungen und man erhob sich von der Bank am Gassentor.

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Weihnachten ist nicht mehr fern - Hahnbacher Weihnachtsfeier 2011

Die Weihnachtliche Zeit ist auch die Zeit der Erinnerungen. Wohl nie im Jahresverlauf denken wir so intensiv an alle Verwandten, Freunde und Bekannten wie in der Weihnachtszeit.

Gerade jetzt schweifen unsere Gedanken mehr den je auch zurück in die alte Heimat,  und so manchen von uns umfängt dabei ein Gefühl der Wehmut. Wir haben hier eine neue Heimat gefunden, doch es fehlt uns hier oft das bindende Gemeinschaftsgefühl, das in der alten Heimat so ausgeprägt war.

Nicht allein die Geschenke machen den Zauber der Weihnacht aus, die man überreicht oder erhält. Den eigentlichen Reiz bildet für uns immer noch das Alte, so wie wir es in Erinnerung haben: Wie die Hahnbacher Weihnachtsglocken zur Kirche riefen und die Menschen aus allen Gassen zur Kirche strömten, wie die Jugendlichen hinter dem Leuchter Weihnachtslieder sangen und die Kinder Gedichte vortrugen und anschließend das Weihnachtspäckchen erhielten.

Liebe Hahnbacher, in dieser hektischen Zeit sehnt sich der Mensch nach etwas Bleibendem, nach der inneren Heimat. Ein solches Stück Heimat, das uns Halt, Zuversicht und inners Sicherheit gibt, ist die weihnachtliche Zeit.

Am 11. Dezember 2011 war es wieder soweit. Der Vorstand der HOG Hahnbach e. V. hatte eingeladen zur Weihnachtsfeier und die Hahnbacher und deren Freunde kamen wieder zahlreich in die Gaststätte "Schlachthof" nach Schorndorf. Hermann Gräf übernahm in Vertretung für unseren beruflich verhinderten HOG Vorsitzenden Johann Seiwerth die Eröffnung und berichtete auch auch über das Vereinsleben und die Strukturen unseres Vereins.

Wie auch die Jahre davor sangen wir gemeinsam Weihnachtslieder und warteten gespannt auf den Auftritt des Hahnbacher Chores.
Auch in diesem Jahr hatten die Chormitglieder unter der Leitung von Frau Schuler fleißig geübt und so begeisterte uns der Chor auch heuer wieder mit den traditonellen Leuchtersingen.

Einige Kinder trugen Gedichte oder ein Lied vor, manche spielten uns sogar auf einem Instrument Lieder vor und der fleißige Hahnbacher Weihnachtsmann teilte wieder Päckchen für die Kinder aus.  

Gemütlich liessen wir den Nachmittag bei Kaffee und Kuchen ausklingen und schauten uns auf einer Leinwand Fotos von früher an. Erinnerungen wurden wach und so mancher fühlte sich seiner alten Heimat sehr nah. Wie sagte ich zu Beginn dieses Artikels, Weihnachten ist auch die Zeit der Erinnerungen...

In diesem Sinne, erinnern Sie sich an Ihre Nachbarn, Freunde und Verwandten und greifen Sie zum Telefon und rufen Sie an: Es gibt nichts Gutes, ausser man tut es!

Wir wünschen allen Landsleuten aus Hahnbach und deren Freunden, die unsere Weihnachtsfeier nicht besuchen konten, ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein gutes neues Jahr 2012. 

Im Auftrag des Vorstandes der HOG Hahnbach e.V.
Georg Lederer

 

 
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Alle Jahr wieder – Hahnbacher Weihnachtsfeier
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Alle Jahre wieder freuen sich die Hahnbacher und Ihre Freunde auf die Weihnachtsfeier nach Hahnbacher Tradition. So war auch am Sonntag, dem 13. Dezember 2009, der weihnachtlich geschmückte Saal des Gasthofes ''Zum Schlachthof'' in Schorndorf nahezu bis auf den letzten Platz gefüllt.

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Zur Weihnachtsfeier lädt der Vorstand der HOG Hahnbach e.V. alle Landsleute und deren Freunde für Sonntag, den 16. Dezember 2012, in die Gaststätte Schlachthof, Schlachthausstraße 5, 73614 Schorndorf, ein. Die Veranstaltung beginnt um 14.00 Uhr (Einlass ab 13.00 Uhr). Wie auch die Jahre zuvor werden wir gemeinsam Weihnachtslieder singen und dem Hahnbacher Chor beim traditionellen Leuchtersingen lauschen. Wir freuen uns sehr, wenn Sie aktiv auch das Programm mitgestalten möchten und uns ein Gedicht, ein Lied, eine Geschichte oder auf einem Instrument etwas vortragen/-spielen. Für die Kinder, die ein Weihnachtsgedicht vortragen, hält der Weihnachtsmann ein Geschenk bereit. Anschließend lassen wir den Nachmittag gemütlich ausklingen. Wir wünschen allen Landsleuten aus Hahnbach und deren Freunden, die unsere Weihnachtsfeier nicht besuchen können, ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein gutes neues Jahr 2013. Bitte informieren Sie auch alle weiteren Landsleute über diese Einladung!
Der Vorstand der HOG Hahnbach e.V.

 
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Liebe Landsleute aus Hahnbach, liebe Freunde und Besucher unserer Homepage,

wir wünschen Euch allen ein frohes und besinnliches Osterfest!

 

 

 


Leider sind die christlichen Feiertage in unserer neuen Heimat stark von Kommerz und Konsum geprägt, so auch an Ostern.
So ist es üblich, dass der Einzelhandel bereits Monate vor Ostern sein Sortiment, seine Dekoration und seine Werbung auf Ostern ausrichtet. Bereits nach Fasching wird man allerorts in den Läden mit bunten Ostereiern und sonstiger Osterdekoration "beglückt".

Dies ist schade und ärgerlich, denn diese Reizüberflutung verdirbt einem die Freude auf das eigentliche Fest. Wenn man bereits seit Mitte Februar überall die bunten Ostereier sieht, so kann man oft die Ostereier zum Fest selber schon nicht mehr sehen, bzw. nimmt sie nicht mehr als was Besonderes, wahr.

So sehr Ostern hierzulande von Kommerz geprägt ist, so sehr war Ostern in unserem Heimatdorf Hahnbach in Siebenbürgen, von unserem dortigen "naturnahen" Leben und der Tradition geprägt.

Ich möchte an dieser Stelle nochmal erinnern, wie das Osterfest bei uns in Hahnbach gefeiert wurde:

Am Osterfest hatte insbesondere die Jugend Ihre Freude an einem Brauch den man „Bespritzen" nannte. Am frühen Morgen des Ostersonntages trafen sich die Burschen in der Ortsmitte. Von hier aus starteten sie IMG_0010gemeinsam, singend und begleitet von einem Musikanten auf dem Akkordeon, zum nächstwohnenden Mädchen und bespritzten dieser die Haare mit Parfüm. Dann wurde Gebäck serviert und ein Glas Wein getrunken und der restliche Wein wurde in einen Glaskrug geschüttet, den die zwei jüngsten Knechte tragen mussten. So ging es reihum im ganzen Dorf zu allen konfirmierten „Maiden" (=Mundart). Zum Abschluss ging man zum Pfarrhaus um auch die Pfarrfrau (Frau Muetter = Mundart) und falls vorhanden auch die Töchter mit Parfüm zu bespritzen. Die Kinder und Jugendlichen die noch nicht konfirmiert waren gingen einzeln oder in kleinen Gruppen zu den Omas, Tanten und Taufpatinnen zum bespritzen. In den Kriegs- und Nachkriegsjahren wurde das Parfüm selbst hergestellt, da man kein Geld zum Parfüm kaufen hatte. Man nahm dazu frisch blühende Veilchen und übergoss diese mit Wasser. Nach ein paar Tagen duftete das Wasser und dies füllte man dann in Fläschchen ab. Es hatte einen angenehmen Geruch und diente als Mittel zum Zweck.

Nach dem Ostergottesdienst war es in Hahnbach Brauch den Pfarrer von der Kirche zum Pfarrhof zu begleiten. IMG_0018Da ging die ganze Kirchengemeinde mit, begleitet von der Blaskapelle. Bei Sonnenschein glänzten die Bänder, Schürzen und Gürtel der Mädchentracht in die Wette mit den Instrumenten der Adjuvanten. Im Pfarrhof angekommen hielt der Kirchenkurator eine Ansprache und wünschte Frohe Ostern. Der Pfarrer bedankte sich für die Begleitung und wünschte auch Frohe Ostern. Den Kindern wurden Päckchen überreicht, früher war es mal eine „Bichel" (= Mundart für Breze). Am Nachmittag war noch mal Gottesdienst, die so genannte „Vesper". Hier trugen alle Jungen ein Gedicht (Osterpredigt) vor. Es begann der Älteste der Kinder und dann folgte der Jüngste, oft noch aus dem Kindergartenalter und so ging es durch bis zum Größten und dann betete der zweitälteste zusammen mit der Gemeinde das Vaterunser. Die Osterpredigten der Kinder wurden von den Müttern ausgesucht und hatten als Inhalt die Auferstehung Christi.

Nach dem Vespergottesdienst war Tanz und die neu konfirmierten Mädchen trugen zum ersten Mal ihre Tracht die neu angefertigt wurde oder auch von der Mutter oder Großmutter stammte. Ringsum im Saal waren zwei oder drei Reihen mit Bänken im Saal aufgestellt. Hier nahmen die Mütter, Großmütter und Tanten Platz um wie bei allen Tanzveranstaltungen zu begutachteten, natürlich auch wer mit wem am meisten getanzt hatte.

Anbei ein paar Gedanken zum Osterfest in Siebenbürgen, von Hartmut Gross (aus Siebenbürgen - nicht aus Hahnbach)

Wisst ihr noch, wie es damals zu Ostern war?

Früher ging Mann „Mädchen bespritzen“,
heute reicht es, zusammen zu sitzen,
beim virtuellen Kaffe oder Tee,
weil man sich wieder gefunden hat,

Die Lieder, die man in Kindheit und Jugend gesungen,
haben laut durch Feld und Wald geklungen …
Im Frühjahr ging man „Pålmitzker“ pflücken
Um damit die „Osterstube“ zu schmücken.

Baute ein Nest aus Moos und Gras,
war froh, dass man die Welt um sich vergas.
Man glaubte an den Osterhasen
und stellte Blumen in die Vasen …

Nachmittags war das Haus voller Gäste,
man feierte gemütlich das Osterfeste.
Männer gingen von Haus zu Haus,
denn man gab ihnen einen „Pali“ aus.

Man bot auch an selbst gemachten Eierlikör,
häufig passierte dann ein Malheur.
Viel „gemischtes“ im Bauch verschwand
und man sich ordentlich betrank.

Man war vergnügt und lustig wenige Stunden,
hatte trotzdem sein Seelenheil gefunden.
Man war zufrieden, so wie es war,
weil man nichts anderes kannte, na klar.

Nun höre ich auf mit diesem Reimen,
wenn auch weitere Gedanken keimen,
in meinen grauen Zellen, meinem Hirn,
weil ich von dem Schreiben müde worden bin.
Denke oft an diese Zeit, wo man,
den Brauch noch feste hielt.
Da war man daheim.

 


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