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Hahnbacher Ortstreffen - eine sehr gelungene Veranstaltung!

 

Bereits zum 19. Mal trafen sich am 20. Mai die ehemaligen Einwohner von Hahnbach zu Ihrem Ortstreffen, das in einem zweijährigen Rhythmus stattfindet.

 

Die Wettervorhersage war eher schlecht und die Mitglieder des Vorstandes machten sich Sorgen, ob sich die Leute bei schlechtem Wetter auf den Weg in das Baden-Württenbergische Schornbach machen würden. Die Sorgen waren unberechtigt. Das Wetter sollte besser sein als vorhergesagt und dass Hahnbach immer noch eine starke Gemeinschaft ist, zeigte sich bereits am Freitagabend. Viele Freiwillige trafen sich in der Brühlhalle in Schornbach, um den Saal festlich für unser Treffen herzurichten. Samstagmorgen, bei herrlichem Sonnenschein, war es ein Vergnügen, die mit viel Liebe umgestaltete Sporthalle zu betreten, mit den vielen Bildern und Puppen in Hahnbacher Tracht, den Fahnen und der hervorragend ausgewählten und abgestimmten Tischdekoration. Bereits vor der offiziellen Eröffnung um 11.00 Uhr begrüßten wir die ersten Gäste. Kurzfristig war es uns gelungen einen Gottesdienst nach Siebenbürgischer Liturgie zu organisieren. Noch vor dem Mittagessen gestaltete Herr Pfarrer Helmut Wolff, ein Pfarrer mit Siebenbürgischen Wurzeln, geboren in Hermannstadt, den Gottesdienst. Unterstützt wurde er an der Orgel von Frau Grete Schuller, die uns seit Jahren bei verschiedenen Anlässen an der Orgel unterstützt und wir Sie schon lange in unsere Gemeinschaft aufgenommen haben und Sie sehr schätzen. Herr Pfarrer Wolff hob in seiner Predigt hervor, dass man den Glauben an Gott nicht verlieren darf und auch das Beten nicht vergessen sollte. Beten alleine reiche aber nicht, sondern wir sind auch aufgefordert was zu tun. Aufgrund von Schicksalsschlägen, verlieren manchmal die Menschen den Glauben ans Beten und an Gott, „ich habe doch gebetet und trotzdem bin ich krank geworden!“ Es bringt nicht viel zu beten und zu warten, dass der liebe Gott hilft, man muss auch auf seine Gesundheit achten, wie ein Siebenbürgischer Spruch auch besagt „Hilf dir selbst, dann hilft dir auch Gott“! Mit segensreichen Worten und Wünschen beendet Herr Pfarrer Wolff den Gottesdienst. Wir freuen uns, wenn wir Ihn bei nächster Gelegenheit in unseren Reihen erneut begrüßen dürfen, dann kann er uns auch vielleicht von seinem an uns gerichteten Versprechen, Hahnbach in Siebenbürgen bei nächster Gelegenheit zu besuchen, berichten.

 

Es folgte das Mittagsessen, das Michael Hermann mit seinen Angestellten der Metzgerei Hermann aus Esslingen hervorragend zubereitet hatte. Es gab verschiedene Braten, Schnitzel, Beilagen und Salate und das wahrlich in großen Portionen, so dass wir alle gut satt wurden. Er ist ein Meister seines Handwerks und das schmeckt man auch!

 

Gut gestärkt und zufrieden von der guten Mahlzeit blieb am Nachmittag viel Zeit für den Austausch mit den Bekannten und Verwandten. In einer kurzen Ansprache, berichtet Georg Lederer über die Pflege unseres Friedhofs in Hahnbach. Es wird immer schwieriger, zuverlässige Leute vor Ort zu finden, die den Friedhof sauber halten können. Ebenfalls wies er darauf hin, dass viele Grabsteine umgefallen sind und auch Gräber, die eine Einfriedung aus Beton und einem Deckel haben, sich zum Teil abgesenkt haben. Die erforderlichen Instandsetzungsarbeiten können aber nicht von dem Spenden für die Friedhofspflege genommen werden. Die jeweiligen Eigentümer der Gräber möchten bitte in Eigenregie die Aufstellung der Gräber beauftragen, Vermittlung von geeigneten Handwerkern übernimmt Herrn Reinhard Kaun gerne. Die Renovierung der Kirche stagniert im Moment, was nicht heißen soll, dass sie aufgegeben wird. Ganz im Gegenteil, es gilt zukunftsfähige Konzepte zu entwickeln, um in den Genuss von Förderprogrammen zu kommen. Oft wurden ja Förderprogramme für die Hahnbacher Kirche nicht in Betracht gezogen, da sie zu neu ist und nicht unter Denkmalschutz steht. Hier sind wir nochmal dran genauere Daten zu recherchieren, der Kirchturm ist ja bekanntlich älter und ist vermutlich unter Denkmalschutz.

 

Der Einladung zum gemeinsamen Liedersingen vor der Bühne, folgten einige Landsleute. Mit Unterstützung von unserem ehemaligen Organisten Michael Zöllner und seiner Ehefrau Elisabeth, wurden Lieder aus der alten Heimat angestimmt und gesungen. Im Anschluss lud Georg Lederer zusammen mit seiner Lebensgefährtin Juliana Schuster alle fleißigen Helferinnen und Helfer vor die Bühne und bedankten sich herzlich bei Ihnen mit einer kleinen Aufmerksamkeit für Ihre tatkräftige Hilfe. Ohne Ihre Unterstützung ist so ein Treffen nicht zu organisieren, daher gehören Sie einfach vor die Bühne in den Mittelpunkt unseres Treffens!

 

Mittlerweile standen auch die Wahlergebnisse fest. Im Vorstand wurden Guist Simon, Gräf Hermann, Gunesch Michael jun., Kaun Reinhardt, Lederer Georg und Seiwerth Johann bestätigt. Neu dazugekommen ist Hermann Gunesch, über dessen Mitwirken wir uns sehr freuen. Für das entgegengebrachte Vertrauen bedankte sich der Vorstand und versicherte den Gästen, dass man sich auch weiterhin für die Interessen aller Hahnbacher im Rahmen der HOG Hahnbach e.V. einsetzen werde.

 

Bei guter Musik des Duo Strings wurde fröhlich getanzt, viel erzählt und gelacht. Eine wohltuende gute Stimmung war im Saal wahrzunehmen, unser Metzger Michael Hermann trug mit seinen frisch gegrillten Mici zum Abendessen auch dazu bei. Gegen Mitternacht wurden auch die fleißigsten Tänzer müde, gemeinsam wurde bei einem Schnaps oder Glas Bier auf das gelungene Treffen angestoßen und man war sich sicher, so Gott will, sehen wir uns spätestens in zwei Jahren beim Treffen wieder.

 

Auch im Namen des Vorstandes sei an dieser Stelle nochmal ein herzliches Dankeschön an alle Helferinnen und Helfer gerichtet, wir wissen Ihre Unterstützung sehr zu schätzen. Ebenfalls Herrn Pfarrer Helmut Wolff, dem Duo Strings, dem Partyservice Hermann und insbesondere allen Gästen, denn ein Fest ohne Gäste ist kein Fest und schon gar nicht ein Hahnbacher Treffen!

 

 
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